Landestheatertage Konstanz


HOHN UND SPOTT AUF DAS THEATER

„NIEUW SYMBOLISTISCH THEATER” GASTIERTE IM FÖHN

Nicht genug, daß derzeit die Landestheatertage über die Konstanzer Bühnen gehen, nein, auch im Föhntheater wird weiter gespielt. Eigentlich wollte sich ja Alexander Stiegeler an den Theatertagen beteiligen, aber das klappte leider nicht. Der Zufall wollte es, daß just in dieser Woche das „Nieuw Symbolistisch Theater” aus Amsterdam engagiert war. Das Ehepaar lva und Petar Mandich bot nicht nur äußerlich ein Kontrastprogramm, sondern auch inhaltlich.

Wer im ersten Teil auf die Schippe genommen wurde, das blieb nicht lange im unklaren. Im Stile einer Show, übrigens eine derzeit überaus beliebte Methode, wurden einzelne Szenen aus der Theatergeschichte von der Antike bis zur Gegenwart persifliert. Oper, Ballett, Drama, kein wichtiger Bestandteil der bürgerlichen Unterhaltungskunst blieb verschont. Doch damit nicht genug. Auch die konsumorientierte Unterhaltungsbranche wurde immer wieder mit ins Spiel gebracht. So entstand eine Kritik am „großen” Theater und dessen Publikum, das sich Stücke eben nur zum Vergnügen ansieht. Botschaften wie der Ruf nach Freiheit oder Gerechtigkeit, die Aufforderung, konkret etwas an den Zuständen zu ändern, gehen in das eine Ohr hinein und aus dem anderen wieder heraus. So wurde jedes Versatzstück zum Symbol, und das erklärte den Namen des Duos.

Die praktische Umsetzung bewerkstelligten der Ballettänzer Petar und die Theaterwissenschaftlerin Iva mit Masken, die sie selbst angefertigt haben. Es sind riesige Köpfe mit ausdrucksstarken Gesichtern. Einfache, aber wirkungsvolle Kostüme unterstützen den jeweilig dargestellten Charaktertyp, und Hintergrundmusik erleichterte die Schaffung der notwendigen Atmosphäre.
Im ersten Abschnitt, aber noch mehr im zweiten, als Madame Leopoldines Memoiren erzählt wurden, hatten beide mit der Enge der Bühne zu kämpfen. Erstaunlich war aber, dennoch, wieviel auf ‘kleinstem Raum noch möglich ist. Am meisten litten die Balletteinlagen, die Symbolsprache nicht.
bo

Landestheatertage Konstanz


HOHN UND SPOTT AUF DAS THEATER

„NIEUW SYMBOLISTISCH THEATER” GASTIERTE IM FÖHN

Nicht genug, daß derzeit die Landestheatertage über die Konstanzer Bühnen gehen, nein, auch im Föhntheater wird weiter gespielt. Eigentlich wollte sich ja Alexander Stiegeler an den Theatertagen beteiligen, aber das klappte leider nicht. Der Zufall wollte es, daß just in dieser Woche das „Nieuw Symbolistisch Theater” aus Amsterdam engagiert war. Das Ehepaar lva und Petar Mandich bot nicht nur äußerlich ein Kontrastprogramm, sondern auch inhaltlich.

Wer im ersten Teil auf die Schippe genommen wurde, das blieb nicht lange im unklaren. Im Stile einer Show, übrigens eine derzeit überaus beliebte Methode, wurden einzelne Szenen aus der Theatergeschichte von der Antike bis zur Gegenwart persifliert. Oper, Ballett, Drama, kein wichtiger Bestandteil der bürgerlichen Unterhaltungskunst blieb verschont. Doch damit nicht genug. Auch die konsumorientierte Unterhaltungsbranche wurde immer wieder mit ins Spiel gebracht. So entstand eine Kritik am „großen” Theater und dessen Publikum, das sich Stücke eben nur zum Vergnügen ansieht. Botschaften wie der Ruf nach Freiheit oder Gerechtigkeit, die Aufforderung, konkret etwas an den Zuständen zu ändern, gehen in das eine Ohr hinein und aus dem anderen wieder heraus. So wurde jedes Versatzstück zum Symbol, und das erklärte den Namen des Duos.

Die praktische Umsetzung bewerkstelligten der Ballettänzer Petar und die Theaterwissenschaftlerin Iva mit Masken, die sie selbst angefertigt haben. Es sind riesige Köpfe mit ausdrucksstarken Gesichtern. Einfache, aber wirkungsvolle Kostüme unterstützen den jeweilig dargestellten Charaktertyp, und Hintergrundmusik erleichterte die Schaffung der notwendigen Atmosphäre.
Im ersten Abschnitt, aber noch mehr im zweiten, als Madame Leopoldines Memoiren erzählt wurden, hatten beide mit der Enge der Bühne zu kämpfen. Erstaunlich war aber, dennoch, wieviel auf ‘kleinstem Raum noch möglich ist. Am meisten litten die Balletteinlagen, die Symbolsprache nicht.
bo