THEATER


Tekst: Guido Glöckner

ZWISCHEN VORZEITIGEM AUFBRUCH UND BEGEISTERTEM APPLAUS

Groteskes Maskentheater auf dem Schloßplatz sorgte für geteilte Meinungen

„Kein Theater ohne Gähnen!” Der zynische Moderator leitete mit diesem Satz eine neue Szene ein. Doch es war ein Spruch, der für die Zuschauer am Sonntag abend auf dem Schießplatz auch einen praktischen Wert hatte. War das groteske pantomimische Theater des Nieuw Symbolistisch Theater mit der Aufführung von „Le Tnomphe de la Fidelite” nun zum Gähnen, war es unterhaltsam, war es lehrsam? Die Meinungen im Publikum waren geteilt, von den vorzeitig Flüchtenden bis hin zu den begeistert Applaudierenden am Ende.
Man kann auch stark geteilter Meinung sein über das, was die beiden Wahlholländer Eva und Peter Mandich auf der Bühne vor dem sommerlichen Schloßbrunnen zeigten. Geht man vom „Handwerklichen” der beiden Künstler aus, ihren tänzerischen und schauspielerischen Qualitäten, ist tosender Applaus sicher nicht übertrieben. Trotz überdimensionaler Schwellköpfe und bewegungshindernden Kostümen wurde getanzt, gerannt, gesprungen – eine beachtliche Leistung.
Sicher waren die Masken, die das Ehepaar bei seinen Auftritten trug, einen Besuch wert. Die aus Pappmache gefertigten Schwellköpfe machten von Beginn an das groteske Element dieses Theaters deutlich, wiesen schon visuell auf die satirische Verballhornung von Theater, Oper, Operette hin.
Doch standen sie nicht zu sehr im Vordergrund? Konnten sie eine Stunde lang das Publikum fesseln? Der Inhalt war es, der mancherlei Kritik aufkommen ließ. Dem Opem-und Operettengeschehen sollte der satirische Spiegel vorgehalten werden, was ohne Zweifel auch versucht wurde.
Ob Schwanensee, „La Traviata”, Kosakentanz oder orientalische Märchenerzählung, in 20 verschiedenen Charakteren parodierten die beiden Künstler aus Amsterdam Liebesszenen der Theater- und Operngeschichte, vergingen sich vor Liebessehnsüchten, ermordeten sich theatralisch vor Liebeskummer, sangen Liebeslieder.
Manchem hat’s genügt, was das Ehepaar – beide studierten klassischen Tanz und Dramaturgie – selbst zusammengestellt und kreiert hatte. Doch die zündende Begeisterung, die entscheidenden Pointen wollten nicht immer kommen.
Begeisterung für Kostüme, Masken und Aufführung, Verwirrung und Kritik für den Inhalt, für angeregte Diskussionen beim Publikum war nach dem Ende der Vorstellung gesorgt.

Guido Glöckner

Foto: Viele Besucher erlebten am Sonntag abend auf dem Schießplatz groteskes Theater mit dem Programm „LeTriomphe de la Fidelite”, das du Nieuw Symbolistisch Theater präsentierte. Foto: Einfallsreiche Kostüme und überdimensionale Masken unterstrichen bei „Le Triomphe de U Fidelite” den komischen Charakter der Aufführung.

THEATER


Tekst: Guido Glöckner

ZWISCHEN VORZEITIGEM AUFBRUCH UND BEGEISTERTEM APPLAUS

Groteskes Maskentheater auf dem Schloßplatz sorgte für geteilte Meinungen

„Kein Theater ohne Gähnen!” Der zynische Moderator leitete mit diesem Satz eine neue Szene ein. Doch es war ein Spruch, der für die Zuschauer am Sonntag abend auf dem Schießplatz auch einen praktischen Wert hatte. War das groteske pantomimische Theater des Nieuw Symbolistisch Theater mit der Aufführung von „Le Tnomphe de la Fidelite” nun zum Gähnen, war es unterhaltsam, war es lehrsam? Die Meinungen im Publikum waren geteilt, von den vorzeitig Flüchtenden bis hin zu den begeistert Applaudierenden am Ende.
Man kann auch stark geteilter Meinung sein über das, was die beiden Wahlholländer Eva und Peter Mandich auf der Bühne vor dem sommerlichen Schloßbrunnen zeigten. Geht man vom „Handwerklichen” der beiden Künstler aus, ihren tänzerischen und schauspielerischen Qualitäten, ist tosender Applaus sicher nicht übertrieben. Trotz überdimensionaler Schwellköpfe und bewegungshindernden Kostümen wurde getanzt, gerannt, gesprungen – eine beachtliche Leistung.
Sicher waren die Masken, die das Ehepaar bei seinen Auftritten trug, einen Besuch wert. Die aus Pappmache gefertigten Schwellköpfe machten von Beginn an das groteske Element dieses Theaters deutlich, wiesen schon visuell auf die satirische Verballhornung von Theater, Oper, Operette hin.
Doch standen sie nicht zu sehr im Vordergrund? Konnten sie eine Stunde lang das Publikum fesseln? Der Inhalt war es, der mancherlei Kritik aufkommen ließ. Dem Opem-und Operettengeschehen sollte der satirische Spiegel vorgehalten werden, was ohne Zweifel auch versucht wurde.
Ob Schwanensee, „La Traviata”, Kosakentanz oder orientalische Märchenerzählung, in 20 verschiedenen Charakteren parodierten die beiden Künstler aus Amsterdam Liebesszenen der Theater- und Operngeschichte, vergingen sich vor Liebessehnsüchten, ermordeten sich theatralisch vor Liebeskummer, sangen Liebeslieder.
Manchem hat’s genügt, was das Ehepaar – beide studierten klassischen Tanz und Dramaturgie – selbst zusammengestellt und kreiert hatte. Doch die zündende Begeisterung, die entscheidenden Pointen wollten nicht immer kommen.
Begeisterung für Kostüme, Masken und Aufführung, Verwirrung und Kritik für den Inhalt, für angeregte Diskussionen beim Publikum war nach dem Ende der Vorstellung gesorgt.

Guido Glöckner

Foto: Viele Besucher erlebten am Sonntag abend auf dem Schießplatz groteskes Theater mit dem Programm „LeTriomphe de la Fidelite”, das du Nieuw Symbolistisch Theater präsentierte. Foto: Einfallsreiche Kostüme und überdimensionale Masken unterstrichen bei „Le Triomphe de U Fidelite” den komischen Charakter der Aufführung.